28.02.2019

Wie sauber ist Ihr Haus wirklich?

Auf den Spuren jener Bereiche im Haus, die beim Putzen gerne vernachlässigt werden. Inkl. Putztipps!

So sauber sieht es im Haus wirklich aus.

So sauber sieht es im Haus wirklich aus.

Was würden Sie sagen, wie putzfreudig sind die Schweizer? Wenn man der Tourismusbranche Glauben schenkt, sogar sehr: so sorgt ein Verein dafür, dass Touristen stets die perfekte Bergkulisse zu Gesicht bekommen. Der «Verein der Felsenputzer» schrubbt tatsächlich Berge. 

Woher der Sauberkeitfimmel der Schweizer kommt, ist nicht klar. Die Schweiz ist das wahrscheinlich einzige Land der Welt, in dem die Gastgeber mit dem Abwasch beginnen, während die Gäste noch gastieren. Wenn man fremde Wohnungen besucht, zieht man sich die Schuhe aus, um keinen Dreck in die Wohnung zu bringen. Roboter-Staubsauger gehören zur Tagesordnung, ebenso wie die Robidog-Säckli.  

Und zu Recht: Schweizer sind stolz darauf, wie sauber ihre Wohnungen sind. Entsprechend sauber sind auch die Häuser. Oder? Klar, wir alle putzen das Bad, die Küche und den Fussboden. Doch es gibt Bereiche im Haus, denen niemand die Aufmerksamkeit schenkt, die man eigentlich müsste. Wollen wir enthüllen, was in Ihrem Haus lauert? 

Statistiken: Diese Bereiche sind dreckig 

Die beliebtesten Putzttage sind Donnerstag, gefolgt von Samstag und Sonntag. Die meisten von uns putzen ihre Wohnung einmal die Woche und insbesondere dann, wenn Gäste kommen. Saubere Sache.

 

Doch: was sind die Bereiche, die öfters mal vergessen gehen? Eine Studie aus England mit 2500 Teilnehmern hat nachgehakt: 

Die Rangliste der dreckigsten Orte im Haus: 

 

1. Unter dem Sofa - 42 Prozent der Befragten gaben an, diesen Bereich ihres Hauses nicht zu putzen. 

2. Hinter der Toilette - 37 Prozent

3. Im Kühlschrank - 34 Prozent

4. Im Backofen - 32 Prozent

5. Hinter dem TV-Möbel - 26 Prozent

6. Unter dem Bett - 23 Prozent

7. Auf Regalen / Schränken - 22 Prozent

8. Treppen / Geländer - 17 Prozent

9. Türrahmen - 14 Prozent

10. Fenster / Fensterbänke - 11 Prozent

Die besten Putzipps 

Nun bestens mit theoretischem Wissen gewappnet, geht’s an die praktische Umsetzung. Was sind die besten Putztipps der Profis? Auszug zur Verfügung gestellt von Haushaltsinfo.de

Tipp 1: Schwarze Streifen auf dem Fussboden entfernen

Nicht selten hinterlassen Schuhe unschöne schwarze Striemen auf dem Fussboden. Hierfür muss nicht extra ein Schmutzradierer gekauft werden, es geht auch einfacher: Die Streifen lassen sich ganz leicht mit einem trockenen Tennisball entfernen. Einfach so lange über die verschmutzte Stelle reiben, bis der Fleck verschwunden ist.

Tipp 2: Abdrücke von Möbeln auf dem Teppich entfernen

Wenn Frau mal wieder danach ist, den gesamten Wohnbereich neu zu gestalten – und Mann auf ihr Geheiss hin die Möbel verrücken muss, bleiben oft lästige Druckstellen auf dem Teppich zurück. Hier gibt es eine erstaunlich einfache Lösung: Eiswürfel. Einfach einen Eiswürfel auf die Abdrücke legen und über Nacht liegen lassen. Am nächsten Morgen mit einem Tuch trocken rubbeln und die Druckstellen sind verschwunden.

Tipp 3: Das Allheilmittel Essig

Essig ist der ultimative Helfer, um im Haushalt auf natürliche Weise gegen Schmutz und Ablagerungen vorzugehen. Essig oder Essigessenz ist eine preisgünstige und vor allem umweltschonende Alternative zu teuren Reinigungsprodukten. Folgende Tipps zeigen, wie vielseitig Essig eingesetzt werden kann, um den Schmutzteufeln den Garaus zu machen:

·       Haushaltsgeräte entkalken: Kaffeemaschine und Wasserkocher lassen sich einfach von Kalk befreien, indem man etwas Essig mit ins Wasser gibt und dieses aufkocht.

·       Neuer Glanz in der Küche: Eine Mischung aus Salz und Essig herstellen und damit Edelstahltöpfe oder Silberbesteck reinigen.

·       Mit der Salz-Essig-Mischung lassen sich auch prima Schneidebrettchen (vor allem jene aus Holz) reinigen und gleichzeitig desinfizieren.

·       Mikrowelle reinigen: Etwas Essigwasser in eine Schüssel füllen und in die Mikrowelle stellen. Bei höchster Wattzahl etwa drei Minuten erhitzen und danach abkühlen lassen. Anschliessend können die Verschmutzungen ganz leicht mit einem Tuch abgewischt werden.

·       Polstermöbel entstauben: Mehrere Tücher mit Essigwasser befeuchten (im Verhältnis 1 Teil Essig, 4 Teile Wasser) und auf die Polstermöbel legen. Anschliessend das Polster mit einem Teppichklopfer oder Besenstiel ausklopfen. Durch das Essigwasser wird die Farbe wieder frisch und der Staub wird durch die Feuchtigkeit gebunden.

·       Verrostetes Metall säubern: Essig oder Essigessenz auf einen Lappen geben und die betroffenen Stellen reinigen. Anschliessend trocknen lassen. Etwas Öl auf ein trockenes Tuch geben und das Metall einreiben. So kann für einige Zeit vermieden werden, dass sich neuer Flugrost bildet.

·       Verchromte Teile reinigen: Mit einer Mixtur aus Kreide und Essig die Chromteile abreiben und mit klarem Wasser abspülen. So wird die Beschichtung gleichzeitig gereinigt und poliert. Am Ende das Chrom mit einem weichen Flanelltuch aufpolieren.

·       Küchenutensilien reinigen: Viele nützliche Gebrauchsgegenstände in der Küche, wie zum Beispiel die Gummiringe von Einmachgläsern, lassen sich mit einer Essiglösung leicht säubern. Die Essigsäure tötet dabei die Keime auf den Oberflächen ab. Auf einen halben Liter Wasser einen Teelöffel Essig geben und aufkochen. Die zu reinigenden Utensilien hineingeben und gut fünf Minuten kochen lassen. Diese Methode ist auch prima geeignet, um Schnuller oder Saugkappen von Babyflaschen zu reinigen.

Alles klar? Dann viel Freude beim Putzen!